Der Kuss

Der Kuss

Boris Meyn

Language: German

Pages: 160

ISBN: B00VIKYQBK

Format: PDF / Kindle (mobi) / ePub

Der Kuss

Boris Meyn

Language: German

Pages: 160

ISBN: B00VIKYQBK

Format: PDF / Kindle (mobi) / ePub


Boris Meyn, der Krimi-König des Nordens, schlägt mit Der Kuss einen neuen Ton an Der Bildhauer Peter Baumann verfügt über eine geheimnisvolle Gabe. Er kann seine Mitmenschen bezaubern. Doch seine Fähigkeit wird ihm mehr und mehr zur Last. Wer ihn liebt, will ihn nach kurzer Zeit für sich ganz allein. Das gilt für Julia wie für Theo, für Swantje, Irmengard und Anelis gleichermaßen. Und es werden immer mehr, die Baumanns Gefühlswelt schließlich ins Chaos stürzen. Ein abgeschiedener Ort an der bretonischen Atlantikküste dient ihm jahrzehntelang als Zufluchtsort vor zu viel Liebe. Dann erreicht ihn ein Verrechnungsscheck in Millionenhöhe. Er macht sich auf den Weg zurück nach Hamburg, wo er in den 70er Jahren studierte und alles seinen Anfang nahm. Doch im Jahr 2010 scheint nichts mehr wie früher zu sein - weder die Orte noch die Menschen, denen er begegnet. Bis auf Anelis, die ihn bei sich aufnimmt. Es sind sentimentale Rückschauen, die Baumann einer brachialen Gegenwart gegenüberstellt. Je mehr er in die Vergangenheit abtaucht, umso deutlicher zeigt ihm Anelis, dass es ein verhängnisvoller Fehler war, aus der Stadt zu fliehen. Nach und nach offenbaren sich Baumann unerwartete Zusammenhänge, die bis ins Jetzt nachwirken. Und dann droht sich plötzlich alles zu wiederholen.

AUTORENPORTRÄT Boris Meyn wurde 1961 in Hamburg geboren, wo er Medizin und Kunstgeschichte studierte und über die Schulbaugeschichte seiner Heimatstadt promovierte. Seit 2000 ist er Autor einer der erfolgreichsten historischen Krimireihen Deutschlands, die sich mit der Geschichte Hamburgs befasst. Die Bücher erscheinen mit großem Erfolg im Rowohlt Verlag. Boris Meyn lebt mit seiner Familie in Schleswig-Holstein und in der Provence.

Sway

Cosmopolis

Heir to the Glimmering World

Two Lives

The Borgias

The Life You've Imagined: A Novel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Julia erklärte. Ich musste mich auf einen Menschen konzentrieren können. Aber das, was über Maura in unsere Zweisamkeit floss, tat uns gut. Zumindest das Körperliche genoss ich sehr – der religiös-philosophische Unterbau blieb mir hingegen suspekt. Auch wenn ich versuchte, die transzendenten Aspekte zu berücksichtigen: Für mich stand die Libido im Vordergrund. Das ganze Drumherum, die äußeren Signale und Erkennungszeichen, Kleidung, Farben, Ketten und Symbole, wie sie Jahre später in die

Besucher an den Nachbartischen blickten bereits amüsiert. �Gerade energiepolitisch seid ihr doch Vorzeigeland. Frankreich ist da entwicklungstechnisch 40 Jahre zurück. Trotz der warmen und sonnigen Regionen wird überwiegend mit Strom geheizt. Das musst du dir mal auf der Zunge zergehen lassen. Wie hier in den Siebzigern. Unglaublich ist das.« Ich erinnerte mich mit Grausen an die Nachtspeicheröfen, von denen man Ausschlag bekam, wenn man’s warm haben wollte. �Vom Ausstieg aus der Atomkraft will

Wachsamkeit hervorgebracht, mit denen ich, hochsensiblen Antennen gleich, Absichten und Begehrlichkeiten auslotete. Ihre Augenbrauen mussten gezupft sein. Es war unwahrscheinlich, dass sie seitlich so über die Augen bis zu den Schläfen hin reichten, gleichfalls war die Nasenwurzel in ganzer Breite unbehaart. Den üppigen Haarwuchs ließ auch ihr kräftiges Haupthaar vermuten, das sie zwar streng nach hinten gekämmt und kurz zusammengebunden trug, das aber so unbändig schien, dass es nicht glatt am

sei? Er habe schon immer alles, was ihn umgab, zu Papier bringen wollen. Bereits als Kind. Dann politische Themen. Ein Kennenlernen. Wer stand wofür? Das Übliche, wenn man Charaktere ergründen und Gemeinsamkeiten ausloten will. Grundsätzlich waren wir uns einig, aber Theo machte keinen Hehl daraus, dass er nur selten an Demonstrationen teilnahm. Der ganze Alltag sei davon durchwirkt und es gäbe ständig Nachschub. Der Umsturz in Persien, der sowjetische Einmarsch in Afghanistan, der Unmut gegen

denken. 10 Minuten blieben fürs Pantheon. So ging es weiter. Theo blieb nach dem vierten Halt einfach im Bus sitzen, und ich war genervt. Arc de Triomphe, Place de la Concorde, Invalidendom, Hotel de Ville, Madeleine, Notre-Dame, alles rauschte an uns vorbei. Dafür lag unser Hotel im 6. Arrondissement nur einen Katzensprung von den Bars im Saint-Germain-des-Prés entfernt und versprach uns für die Nacht kurze Wege. Der Pariser Charme des Gemäuers entpuppte sich bei näherer Betrachtung allerdings

Download sample

Download